Tipps für Mundhygiene

  • Putzen Sie Ihre Zähne mit einer Zahnpasta ohne Natriumlaurylsulfat und benutzen Sie regelmäßig Zahnseide entsprechend den Anweisungen Ihres Versorgungsteams (Ref. 13)
  • Benutzen Sie zum Spülen des Munds eine Lösung aus Backpulver und Salz in Wasser (Ref. 13)
  • Benutzen Sie regelmäßig Lippenbalsam (Ref. 13)
  • Benutzen Sie eine Zahnbürste mit weichen Borsten, die regelmäßig ersetzt wird (Ref. 13)
  • Melden Sie Schmerzen in der Mundhöhle Ihrem Arzt oder dem Pflegepersonal (Ref. 13)
  • Nehmen Sie alle Zahnarzttermine vor, während und nach der Krebstherapie wahr (Ref. 13)

Gleichgültig, ob Sie bereits an oraler Mukositis leiden oder nicht, ist eine gute Mundhygiene wichtig, da diese ebenfalls dazu beiträgt, die Entzündungssymptome zu lindern. Wichtiger noch, dadurch werden Infektionen in den offenen Wunden und Geschwüren vermieden. Auf dieser Seite finden Sie einige Tipps zur Aufrechterhaltung einer guten Mundhygiene während der Krebsbehandlung. Sie sollten aber immer zuerst Ihren Arzt oder ein Mitglied des Pflegepersonals konsultieren, da diese sehr viel besser in der Lage sind, den Zustand Ihres Mundes zu beurteilen und solche Hygienemaßnahmen zu empfehlen, die am besten auf Ihre Situation abgestimmt sind.

Schmerzmanagement bei oraler Mukositis

Die bei oraler Mukositis auftretenden Schmerzen können eine hohe Belastung darstellen und sowohl das körperliche als auch das psychische Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Die Nahrung hat keinen Geschmack mehr und das Sprechen fällt schwer, so dass Sie sich in Gegenwart anderer Menschen unwohl fühlen, was wiederum Ihre Psyche belastet. Es gibt jedoch Möglichkeiten, diese Schmerzen zu lindern. Sie müssen aber immer zuerst Ihren Arzt oder ein Mitglied des Pflegepersonals kontaktieren, der bzw. das Ihren Mund untersuchen und die besten Behandlungsoptionen nennen wird.

  • In leichten Fällen können die betroffenen Bereiche mit Eiswürfeln oder Eiswasser betäubt werden, in den meisten Fällen sind jedoch größere Maßnahmen erforderlich (Ref. 13).
  • Ein Spülen des Munds oder Gurgeln mit einem Lokalanästhetikum in Gelform kann Schmerzen im Mund beim Essen unterdrücken, verursacht aber auch eine vorübergehende Gefühllosigkeit (Ref. 13).
  • Eine milde Mundspülung kann Schmerzen und Beschwerden lindern, die von Geschwüren verursacht werden(Ref. 13).
  • Salben mit topischen Anästhetika können ebenfalls hilfreich sein. Fragen Sie vor der Verwendung jedoch immer Ihren Arzt, da Nebenwirkungen auftreten können (Ref. 13).
  • Topische Produkte z. B. episil® Oralflüssigkeit die an der Schleimhaut in der Mundhöhle haften und die betroffenen Bereiche mit einem Schutzfilm überziehen und dadurch eine Schmerzlinderung bewirken (Ref. 13).